Rücksicht auf Radfahrende

ADFC fordert Fahrradpiktogramme in Ahlten

auf dem südlichen Teil der Hannoverschen Straße in Ahlten – dem am stärksten befahrenen Straßenabschnitt in Ahlten – sollen Fahrradpiktogramme den Autofahrern deutlich machen, dass Radfahrende die Fahrbahn gleichberechtigt benutzen dürfen und sie auf diese Rücksicht zu nehmen haben. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Lehrte-Sehnde (ADFC) hat sich deshalb an den Lehrter Baurat Christian Bollwein gewandt und vorgeschlagen, auf der Fahrbahn Fahrradpiktogramme zu markieren.

In Ahlten, der größten Ortschaft Lehrtes, ist es im Süden für Radfahrer*innen eng (s. Foto). Die Supermärkte liegen autofreundlich am Ortsrand. Wer sie als Radfahrer*in erreichen möchte, muss den Ort durchqueren und findet sich in der engen Hannoverschen Straße wieder. Diese von hohen Mauern eingerahmte Straße mit sehr schmalem Gehweg bzw. befestigtem Seitenstreifen teilen sich parkende Autos, Busse, Zulieferverkehr, Radverkehr und Fußgänger. Wenn sich morgens und abends der Berufsverkehr hindurchzwängt, ist für Radfahrende kein Platz mehr. Richtig beängstigend wird es bei schlechtem Wetter. „Wer weniger Autos auf dieser Straße sehen möchte, der muss den Orts- und Einkaufsverkehr in Ahlten für Radfahrende attraktiver machen“, folgert der Ahltener Dietmar Thomas vom ADFC Lehrte. Derzeit überlegen sich die Ahltener zweimal, ob sie zum Einkaufen wirklich aufs Rad umsteigen. Ein erster Schritt könnten Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn sein, wie sie von der Region u.a. in Ilten (s. Foto) markiert wurden. Dieser Weg zum Einkauf muss für Radfahrende und Fußgänger*innen deutlich an Attraktivität gewinnen, fordert der ADFC  

         

 

 

 

Ergebnis des ADFC-Fahrradklimatestes:

 

Radfahrende vermissen Förderung des Radverkehrs!

Die Beteiligung am bundesweiten ADFC-Fahrradklima-Test 2020 war sowohl in Lehrte mit 120 Teilnehmern, als auch in Sehnde mit 69 höher als beim letzten Test vor zwei Jahren. Bei der Gesamtbenotung konnte sich Sehnde auf 3,6 verbessern, während Lehrte sich auf 4,0 verschlechtert hat. In beiden Städten loben die Radfahrenden die Radwegweisung und die Öffnung der Einbahnsztaßen für Radfahrerinnen und Radfahrer.

Schlecht bewertet wurde Breite und Oberfläche der Radwege.

Besonders auffällig ist die schlechte Bewertung der Ampelschaltungen für Radfahrende und die Führung an Baustellen. Lehrte erhält hier nur 4,8 und 4,6; Sehnde bekommt für Führung an Baustellen eine 4,2. „Das zeigt, dass der Radverkehr immer noch nicht ausreichend berücksichtigt und mitgedacht wird“, sagt Peter Hofmann vom Vorstand des ADFC. „Aber genau an diesen Punkten ließe sich ohne großen baulichen Aufwand vieles verbessern,“ ist P. Hofmann überzeugt; „Das muss man/frau nur wollen“.

Hintergrund:

Die detaillierten Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests 2020 finden Sie auf www.fahrradklima-test.adfc.de.

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zur Zufriedenheit der Radfahrenden weltweit. Er wird vom Fahrradclub ADFC alle zwei Jahre mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums durchgeführt und fand 2020  zum neunten Mal statt. Rund 230.000 Radfahrerinnen und Radfahrer haben bei diesem Durchgang abgestimmt, davon nur 15 Prozent ADFC-Mitglieder. 1.024 Städte kamen in die Wertung, mehr als jemals zuvor. Bei den 27 Fragen ging es darum, ob man sich auf dem Rad sicher fühlt, wie gut die Radwege sind und ob die Stadt in Zeiten von Corona das Fahrradfahren besonders fördert. Damit fundierte Ergebnisse erzielt werden, müssen pro Stadt mindestens 50, bei größeren Städten mindestens 75 beziehungsweise 100 Abstimmungsergebnisse vorliegen. Die Ergebnisse des Tests haben durch die breite Bürgerbeteiligung hohe Aussagekraft und können Kommunen helfen, das Angebot für Radfahrende gezielt zu verbessern.

i.A. Peter Hofmann  (05132-4542)

 

 

Erfolg in Lehrte: Radweg zum „Gartenquartier“

Aufgrund unseres Vorschlags wurde der Bereich des Bebauungsplanes für das geplante Neubaugebiet „Gartenquartier“ verändert.:

 Der von der Schillerstraße zur Kleingartenkolonie „Dornröschen“ führende Weg (s. Foto) wurde auf unsere Anregung hin ein Teil des Bebauungsplans (s. rechts).

Damit soll sichergestellt werden, dass mit der Bebauung dieses Gebietes südlich der Tiefen Straße auch eine komfortable, direkte Zufahrt für Radfahrende zur Unterführung Richtershof, und damit zum Bahnhof und zum Zentrum geschaffen werden. Den Beteiligten im der Lehrter Wohnungsbau gilt dafür unseren Dank! (PH)

Radfahrer können bald sicher die Mielestraße queren

Lehrte. Radfahrer*innen können bald sicher vom Ostring über die Mielestraße (K 134) in den Pfingstanger fahren – und umgekehrt. Dafür sollen für Radfahrende eine Lichtsignalanlage (LSA) im Ostring, eine rot markierte Aufstellfläche auf dem Pfingstanger sowie rot markierte Radfahrfurten über alle Fahrbahnen sorgen (siehe beigefügter Plan).

Anfang dieses Jahres hatte der ADFC Lehrte Herrn Leonard Schneider von der Region Hannover bei einem Gespräch vor Ort diese Maßnahmen vorgeschlagen. „Wir freuen uns, dass unsere Anregungen von der Region aufgegriffen und im Zuge der Sanierung der Fahrbahndecke im Kreuzungsbereich umgesetzt werden sollen“, so Peter Hofmann, verkehrspolitischer Sprecher des ADFC Lehrte-Sehnde. Er dankt der Region auch dafür, dass dies jetzt passiert. Dann müssen Radfahrer*innen nicht mehr zeitraubende Umwege über Fußgängerampeln machen, sondern können sicher und queren!

Die Arbeiten an der Fahrbahnsanierung haben begonnen; die Markierungen und die Installion der Ampel sollen folgen. (PH)

Lehrter Stadtrat stimmt für Radschnellweg

ADFC begrüßt Ende der Blockade

Lehrter Stadtrat stimmt für Radschnellweg Am 10. Juni hat sich der Rat der Stadt Lehrte einstimmig für die weitere Planung und die Realisierung eines Radschnellweges (RSW) zwischen Lehrte und Hannover ausgesprochen. Damit hat die Mehrheit der Ratsmitglieder ihre Blockadehaltung in Sachen RSW aufgegeben. Damit sind endlich die Voraussetzungen für Gespräche mit der Region Hannover geschaffen. Dieses Signal hatte die Region gefordert.

Lange Zeit gab es in Lehrte über den Radschnellweg Streit zwischen den Parteien; die Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD waren dagegen, Grüne, Linke und Pirat dafür. Zuletzt hatte der ADFC im Oktober 2018 bei einer Informationsveranstaltung mit Podiumsdiskussion die Lehrter Kommunalpolitiker aufgefordert, so schnell wie möglich mit der Region über den Radschnellweg zu sprechen. Danach geschah nichts, bis der neue Lehrter Bürgermeister Frank Prüße (CDU) – seit 19. November 2019 im Amt  sich der Sache annahm und dem Rat in einem Beschlussvorschlag empfohlen hat, einen positiven Grundsatzbeschluss zu fassen.

Der Lehrter ADFC hatte die Initiative begrüßt und sich für den Grundsatzbeschluss des Rates der Stadt Lehrte zur weiteren Planung und Realisierung eines Radschnellweges ausgesprochen. Er wäre nach dem Klimaschutzaktionsplan der Stadt folgerichtig und im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplanes umzusetzen. Auch die im Klimapaket des Bundes zugrunde gelegten CO2-Einsparungen beruhen auf einer erheblichen Steigerung des Radverkehrs. Erstmals unterstützt der Bund die Kommunen direkt bei Maßnahmen zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur. Er hat dafür viele Millionen Euro bereitgestellt.

Der Radschnellweg Lehrte–Hannover kann einen erheblichen Beitrag zur Verkehrswende in der Region beitragen. Das wäre nicht nur dem Klima, sondern auch der Gesundheit der Radfahrenden zuträglich.

Mit seiner Initiative hat Bürgermeisters Prüße (CDU) die Zustimmung auch der CDU-Fraktion ermöglicht; der SPD ebenfalls. GRÜNE, LINKE und der Pirat waren schon immer dafür.

Nicht nur beim Lehrter ADFC stößt jetzt die Forderungen aus Ahlten auf Unverständnis, den RSW nicht auf der bereits ausgeschilderten Route durch die Birkenstraße in Ahlten verlaufen zu lassen. Diese Strecke war auch bei einer Machbarkeitsstudie für einen Radschnellweg im Auftrag der Region und in Abstimmung mit der Stadt Lehrte von Anfang 2016 als sinnvollste Trasse ermittelt worden. Außerdem hatte der Rat der Stadt im Juli vorigen Jahres einen CDU-Antrag abgelehnt, den Eisenbahnlängsweg als Alternative untersuchen zu lassen.

 

Peter Hofmann

 

Abstand halten

                                     Lehrte, den 20.05.2020

Abstand von 1,50 m ist Pflicht beim Überholen von Radfahrern

 

ADFC informiert mit Aktion „Abstand“ über Änderung der StVO

 

Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Lehrte/Sehnde (ADFC) haben am Mittwoch, 20. Mai, bei der Aktion „Abstand halten“ mit bunten „Poolnudeln“ an ihren Fahrrädern einen Mindestabstand von 1,50 m demonstriert. „Wir wollen über die neuen Regelungen beim Überholen von Radfahrenden durch Kraftfahrzeuge informieren und für Rücksicht im Straßenverkehr werben,“ sagt ADFC-Sprecher Peter Hofmann. „Enges überholen verunsichert Radfahrende mit möglicherweise schlimmen Folgen“

Nach der am 28. April in Kraft getretenen Änderung der StVO müssen Autos, Radfahrer mit mindestens 1,50 Metern Sicherheitsabstand überholen. Außerorts sind es sogar zwei Meter. Faktisch bedeutet diese Regel ein Überholverbot an Stellen, die nicht die notwendige Breite haben. Das wissen viele Autofahrer nicht. Mit der StVO-Änderung ist es Radlern jetzt auch erlaubt zu zweit nebeneinander zu fahren, wenn genug Platz zum Überholen vorhanden ist und der Verkehr nicht behindert wird. Bislang lautete die Grundregel, dass Fahrräder einzeln hintereinander fahren müssen. Mit weiteren Veränderungen in der StVO soll insbesondere dasRadfahren sicherer gemacht werden.

Während der Corona Pandemie haben viel mehr Menschen als sonst in dieser Jahreszeit das Fahrrad wieder entdeckt, um aus der Wohnung herauszukommen, sich zu bewegen und die Natur zu genießen. Dabei spielt Sicherheit eine große Rolle.

Leider wissen manche Kraftfahrer nicht, dass seit einigen Jahren Radfahrende die Fahrbahn (z.B. der Iltener Str. sowie des West- und Südringes) gleichberechtigt benutzen dürfen. Die Stadt hatte die Radwegebenutzungspflicht aufgehoben und an einigen Straßen mit Radweg die blauen Gebotsschilder für Radfahrer entfernt.

Der ADFC weist darauf hin, dass heute viele Radfahrende mit Pedelecs schneller unterwegs sind. Dadurch wird der Überholweg etwas länger, was an Kreuzungen oder Einmündungen zu Fehleinschätzungen führen kann. Weil die Straßen in Lehrte sicherer werden sollen, schlagen Verkehrsplaner im Entwurf des neuen Verkehrsentwicklungsplanes auf einigen Straßen, wie z. B. Ahltener und Iltener Straße und Südring, Tempo 30 vor.

Der Niedersächsische Landtag hat am 12.05.2020 ein Radwegebaubeschleunigungskonzept verabschiedet. Es werden 10 Mio. € bereitgestellt um den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur voranzutreiben. Im Rahmen der Verkehrswende in Niedersachsen müssen Städte und Gemeinden jetzt den Radverkehr fördern. Dies gilt in Lehrte u.a für den Bau des Radschnellweges nach Hannover. (PH)

 

 

 

 

 

 

ADFC begrüßt Bekenntnis des Bürgermeisters zum Radschnellweg und erwartet Unterstützung vom Rat

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Lehrte-Sehnde begrüßt die Initiative von Bürgermeister Prüße, endlich von Lehrter Seite die Blockadehaltung aufzugeben und die Realisierung des Radschnellweges Hannover-Lehrte zu unterstützen.

Der Grundsatzbeschluss zur weiteren Planung und Realisierung eines Radschnellweges sollte – nach Auffassung des ADFC – vom Rat der Stadt Lehrte gefasst werden. Er wäre nach dem Klimaschutzaktionsplanes der Stadt folgerichtig und im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) umzusetzen.

Die im Klimapaket des Bundes zugrunde gelegten CO²-Einsparungen beruhen u.a. im Rahmen der Verkehrswende auf einer erheblichen Steigerung des Radverkehrs. Erstmals unterstützt der Bund die Kommunen direkt bei Radverkehrsinfrastrukturmaßnahmen. Er hat dafür viele Millionen Euro bereitgestellt.

Mit Pedelecs (E-bikes) wird der Radverkehr auf einem Radschnellweg nach Hannover einen erheblichen Beitrag zur Verkehrswende in der Region beitragen. Dies wäre nicht nur dem Klima sondern auch der Gesundheit der Radfahrenden zuträglich.

„Diese neue Situation dürfte den Lehrter Ratsmitgliedern jetzt eine Zustimmung erleichtern“, meint ADFC-Sprecher Peter Hofmann. Bei einer Informationsveranstaltung mit Podiumsdiskussion hatte der ADFC bereits im Oktober 2018 die Lehrter Kommunalpolitiker aufgefordert, so schnell wie möglich Gespräche über den Radschnellweg mit der Region aufzunehmen.

 

Hinweis

Am 29.Oktober 2018 fand eine Diskussionsveranstaltung über den Radschnellweg Hannover-Lehrte statt.

Den  Bericht  und  2 interessante Präsentationen zum Download finden sie unter „Berichte über Radtouren“

 

 

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